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Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System [DORIS]
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CLAIRISA

Climate-Air-Information-System for Upper Austria

Die interaktive Webanwendung CLAIRISA erlaubt die Abfrage von Klima- und Luftgütedaten sowie Klimaszenarien für jeden Ort in Oberösterreich. Damit stehen wichtige Basisdaten – nicht nur für die Planung von Maßnahmen zur Klimawandelanpassung – zur Verfügung.

Grundlage sind meteorologische Daten von mehr als 200 Wetter- und Luftmessstationen in ganz Oberösterreich im Zeitraum 1981 bis 2010. Weitere wertvolle Informationen über die Klimaentwicklung liefert der Dachsteingletscher. Darauf aufbauend hat die Universität für Bodenkultur in Wien Klimaszenarien bis zum Jahr 2100 berechnet.

Die Daten sind in digitalen Karten und Informationsblättern mit Tabellen, Grafiken und textlicher Analyse dargestellt. Viele klassische Klimaparameter wie Lufttemperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer sind bereits abrufbar. Die Karten und Analysen werden laufend erweitert.

Klimamessstationen

Bezugsperiode 1981 bis 2010

Je nach Klimaparameter wurden für die Erstellung der digitalen Karten Daten unterschiedlicher Betreiber verwendet. Eine Grundlage bildete dabei das Klima-Stationsnetz der ZAMG, hier stehen für die einzelnen Klimaelemente Tageswerte von 30 Stationen in Oberösterreich zur Verfügung. Zudem wurde insbesondere zur Darstellung der Niederschlags- und Schneeverhältnisse auf Daten von 110 Stationen des Hydrographischen Dienstes des Landes Oberösterreich zurückgegriffen, welche ebenso als Tageswerte vorhanden sind.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Kapitels sind jene Klimamessstellen, die für Langzeitauswertungen herangezogen werden. Es handelt sich dabei um HISTALP-Messstellen. HISTALP ist eine internationale Klimadatensammlung der ZAMG für den Großraum der Alpen, die aus einigen hundert Zeitreihen von mehreren Klimaelementen besteht, die 100 bis 250 Jahre in die Vergangenheit zurückreichen und besonderen Qualitätskriterien unterworfen sind. Sie sind „homogenisiert“, das heißt, die älteren, historischen Zeitabschnitte sind nach Standort, Instrumentierung und anderen wichtigen Kriterien an den aktuellen Zustand der Messstationen angepasst. Daher können im Zuge klimatologischer Analysen die Messwerte der Gegenwart mit den historischen Abschnitten der Messreihen verglichen werden (Quelle: http://www.zamg.ac.at/histalp).

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Hier finden Sie Klimastatistiken und Langzeitauswertungen von den einzelnen Stationen.

Lufttemperatur

Bezugsperiode 1981 bis 2010

Der zur Charakterisierung des Klimas am häufigsten verwendete Parameter ist die Lufttemperatur. Die Lufttemperatur weist in unserer Klimazone periodische Variationen im Lauf des Tages und des Jahres auf, wobei durch die Wärmespeicherung im Boden die Extremwerte der Temperatur gegenüber denen der Sonnenstrahlung verzögert werden. Die Tagesmaxima treten im Mittel nicht um 12 Uhr, sondern um 14 bis 15 Uhr auf, die Jahresmaxima nicht in Juni sondern in der zweiten Julihälfte.

Die in diesem Kapitel dargestellten Klimakarten zeigen sehr eindrucksvoll die Abhängigkeit der räumlichen Verteilung der Temperaturen von Seehöhe, Geländegestaltung, Orientierung, Bebauung und der Oberflächenart.

Lesen Sie mehr zum Thema Lufttemperatur in Oö.
Lesen Sie mehr zum Thema "Besondere Tage - abgeleitete Lufttemperaturparameter in Oö."

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Hier können Sie für einen beliebigen Ort in Oberösterreich eine Abfrage sämtlicher Klimaparameter durchführen – einfach in der Menüleiste auf folgendes Symbol klicken Klimareport
Datenquelle: ZAMG, Wien, www.zamg.ac.at
Open Data: Lufttemperatur (1981 - 2010)

Niederschlag

Bezugsperiode 1981 bis 2010

Verschiedene Fragen der angewandten Klimatologie erfordern eine genaue Kenntnis über die flächenhafte Verteilung des Niederschlages. Als Niederschlag bezeichnet man das aus der Atmosphäre ausfallende Wasser, das sich aus dem in der Luft vorhandenen Wasserdampf durch Kondensation bzw. Sublimation bildet. Dabei kann man eine Unterscheidung in fallende (Regen, Schnee, Nieseln usw.), abgesetzte (Tau, Reif, etc.) und abgelagerte Niederschlagsformen (Schneedecke, Glatteis etc.) treffen.

Die Niederschlagsmenge ist in Oberösterreich äußerst ungleich über das Land verteilt, wobei das prägende Merkmal der Niederschlagsstau entlang des Alpenrandes ist. Mit Hilfe umfangreicher Niederschlagskarten finden Sie weitere Informationen über die räumliche und zeitliche Verteilung des Niederschlages in Oberösterreich.

Lesen Sie mehr zum Thema Niederschlag in Oö.
Lesen Sie mehr zum Thema Schnee in Oö.

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Hier können Sie für einen beliebigen Ort in Oberösterreich eine Abfrage sämtlicher Klimaparameter durchführen – einfach in der Menüleiste auf folgendes Symbol klicken Klimareport
Datenquelle: ZAMG, Wien, www.zamg.ac.at
Open Data:
Niederschlag (1981 - 2010)
Schnee (1981 - 2010)

Vegetationsperiode

Lufttemperatur und Niederschlag während der Vegetationsperiode (Bezugsperiode 1981 bis 2010)

Unter der Vegetationsperiode versteht man die Zeit des Jahres mit Tagesmittelwerten der Lufttemperatur von wenigsten 5°C. Die meisten Pflanzen der kühlgemäßigten Zone stellen ihre Aktivität erst knapp unterhalb der Frostgrenze völlig ein, bei Temperaturen darüber nimmt die Aktivität d.h. der Stoffwechsel und die Wuchsleistung mit zunehmenden Temperaturen rasch zu. Dabei ist der Bereich der günstigsten Temperaturen relativ breit und liegt je nach Pflanzenart zwischen 10 und 35°C.

Der Beginn, das Ende und die Dauer der Vegetationsperiode, sowie die mittlere Niederschlagsmenge und Temperatur während dieser Zeit, bilden wichtige Informationen für klimatologische Fragestellungen in der Land- und Forstwirtschaft.

Lesen Sie mehr zum Thema Vegetation in Oö.

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Hier können Sie für einen beliebigen Ort in Oberösterreich eine Abfrage sämtlicher Klimaparameter durchführen – einfach in der Menüleiste auf folgendes Symbol klicken Klimareport
Datenquelle: ZAMG, Wien, www.zamg.ac.at
Open Data: Vegetationsperiode (1981-2010)

Sonnenscheindauer - Solarstrahlung

Berechnet mit dem Strahlungsmodell STRAHLGRID der ZAMG.

Bei der Planung von Gebäuden, thermischen Solaranlagen und Photovoltaikanlagen ist die Kenntnis der Anzahl der Sonnenstunden, der Intensität der Sonnenstrahlung und damit des solaren Energieangebotes an einem bestimmten Ort von großer Bedeutung. Die bodennahe Strahlungsintensität und Sonnenscheindauer wurde mit dem Strahlungsmodell STRAHLGRID der ZAMG berechnet.

Das Modell berücksichtigt die genaue Sonnenposition, mittlere atmosphärische Trübungseffekte und die Bewölkung, die bei diesem Langzeitdatensatz aus Bodenmessungen der Sonnenscheindauer errechnet wurden. Die topografische Abschattung sowie weitere Geländeeffekte (Gelände- und Mehrfachreflexionen) werden dabei sehr genau mittels eines 100 m Höhenmodells berücksichtigt. Der Effekt der Nahverschattung (z.B. Schatten durch Gebäude oder Vegetation) wird dabei allerdings nicht berücksichtigt.

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Hier können Sie für einen beliebigen Ort in Oberösterreich eine Abfrage sämtlicher Klimaparameter durchführen – einfach in der Menüleiste auf folgendes Symbol klicken Klimareport
Datenquelle: ZAMG, Wien, www.zamg.ac.at

Wind

Bezugsperiode 2009 bis 2011*

Für die Ausarbeitung eines Windmasterplanes für Oberösterreich konnten hochauflösende digitale Windkarten herangezogen werden. Experten aus unterschiedlichen Gebieten im Bereich Windenergie erarbeiteten im Zuge des Projektes AuWiPot (Windatlas und Windpotentialstudie Österreich) wichtige Windinformationen für die Planung von Windkraftanlagen bzw. für Planung größerer Windparks.

Das Projektkonsortium stellte uns dankenswerterweise für CLAIRISA Windkarten von der mittleren Jahres-Windgeschwindigkeit in 100m und 130m Höhe zur Verfügung.

Weitere Infos zum Projekt AuWiPot und zum Windmasterplan für Oberösterreich finden Sie unter folgenden Link:

Gletscher

Der Dachsteingletscher von 1850 bis heute.

Neben den langjährigen, meteorologischen Messungen liefert das Eis der Gletscher wichtige Informationen über die Änderungen unsers Klimas. Gletscher sind unweigerlich das Gedächtnis der Klimageschichte. Der Rückzug des Dachsteingletschers gehört zu den sichtbarsten Zeichen, dass sich das Klima der Erde und somit auch in Oberösterreich seit dem Ende der kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts – mit Beginn der Industrialisierung – deutlich verändert hat. Gebirgsgletscher können auch als eine Art globales Fieberthermometer betrachtet werden – sie gelten als Schlüsselindikatoren für die Klimaänderung.

Lesen Sie mehr zum Thema Gletscher in Oö.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

Luftschadstoffe

Neben klimarelevanten Informationen findet man unter CLAIRISA auch wertvolle Beiträge zur Luftqualität. Saubere Luft stellt ein wertvolles Gut für Menschen und Tiere dar. Leider sind gasförmige Schadstoffe und kleine Partikel mit freiem Auge nicht sichtbar, somit ist der Bezug zu diesem komplexen Themenbereich oft nur schwer herstellbar.

In Oberösterreich überwachen zwischen 25 und 30 Messstationen halbstündlich die Luftqualität. Die Daten werden dabei zentral gespeichert und mit Hilfe einer Web-Anwendung können die Messwerte dargestellt und sogar heruntergeladen werden.

Ausführliche Informationen über die Luftqualität in Oberösterreich finden Sie unter:

Klimaszenarien für das 21. Jahrhundert für Oberösterreich

Bezugsperioden: Heute (1981 bis 2010), 2030 (2016 bis 2045), 2050 (2036 bis 2065) und 2085 (2071 bis 2100)

Im Rahmen des Projektes "Klimaszenarien für das 21. Jahrhundert für Oberösterreich" wurden 19 Klimaindikatoren auf einem 1x1 km Raster für ganz Oberösterreich, für die Zeitabschnitte 2016-2045, 2036-2065 und 2071-2100 berechnet. Basis der Berechnungen waren 14 regionale Klimamodelle des EU Projekt ENSEMBLES, sowie 17 globale Klimamodelle der neuesten CMIP5 ("Coupled Model Intercomparison Project Phase 5") Generation.
Die ENSEMBLES Szenarien beruhten auf dem A1B Szenario, bei den CMIP5 Modellen wurden die neuen RCP Szenarien 4.5, 6 und 8.5 verwendet. Von jedem Modell wurde das Klimaänderungssignal auf Monatsbasis als Gebietsmittel für ganz Oberösterreich und ausgewählte Zeitscheiben bestimmt und diese Änderungssignale auf die lokalen Beobachtungsmonatswerte aufgesetzt und mithilfe der Transferfunktion in Indikatorwerte umgerechnet.

Methodik und alle Ergebnisse (Quelle: BOKU, Wien; http://www.wau.boku.ac.at/met)

Zu den Einzelergebnissen

ÖKS15 - Klimaszenarien für Oberösterreich

Bezugsperioden: 1971-2000; 2021-2050; 2071-2100

Der Klimawandel wirkt sich in vielen Bereichen durch veränderte Umweltbedingungen aus. Um den Klimawandel und die Anpassungsmöglichkeiten auf eine zuverlässige Informationsgrundlage zu stellen, haben ein Konsortium aus Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Wegener Center für Klima und globalen Wandel (WEGC) und dem Interfakultären Fachbereich Geoinformatik der Universität Salzburg (Z_GIS) im Auftrag von BMLFUW und den Bundesländern Klimaszenarien für Österreich ausgearbeitet.
Neueste hochwertige Beobachtungsdatensätze bilden die Grundlage für die Analyse der Klimaänderung der letzten Jahrzehnte. Die zukünftige Entwicklung von Niederschlag, Temperatur und weiteren Klimaindizes wurde bis zum Ende des 21. Jahrhunderts unter einem business-as-usual- und einem Klimaschutz-Szenario simuliert und im Kontext der vergangenen Entwicklung ausgewertet.

Berichte

Download-Möglichkeit der GIS-Daten:

https://data.ccca.ac.at

Klimaindizes für die Forstwirtschaft

Anbaurisiko der Fichte nach den derzeitigen klimatologischen Gegebenheiten (1971-2000) und bei einer drohenden Klimaerwärmung von 2,5 °C.

Die wichtigste Anpassungsreaktion in der Forstwirtschaft auf den Klimawandel besteht im klimagerechten Waldumbau. Dabei sollen anfällige Baumarten sukzessive durch weniger anfällige Baumarten ersetzt bzw. deren Baumartenanteile reduziert werden. Die Frage der Baumartenwahl stellt sich besonders dringend bei der Wiederbestockung von Schadflächen und bei der regulären Verjüngung von Endnutzungsbeständen. Hier müssen heute Entscheidungen getroffen werden, deren Tragweite zum Teil bis über das Jahr 2100 hinaus reicht. Ziel sind möglichst artenreiche Mischbestände.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Kapitels sind derzeit die Anbaurisikokarten der Fichte für das derzeitige (vergangene) Klima und für das zukünftige Klima mit einer Temperaturerhöhung von 2,5 °C gegenüber dem Klima von 1971 bis 2000. Da sich aus derzeitigen Klimaberechnungen keine wesentlichen Änderungen in der Niederschlagsverteilung ableiten lassen, wurden die Eingangsdaten für den Niederschlag nicht verändert. Die Risikokarten wurden nach Kölling* erstellt.

Die Anbaurisikokarten stellen eine wesentliche Grundlage für Aufforstungsberatungen und Baumartenempfehlungen dar. Neben den klimatischen Faktoren fließen zusätzlich auch andere Standortfaktoren wie Exposition, Gründigkeit, Wasserhaushalt usw. mit ein.

*Kölling C., at al.; Soforthilfe: Provisorische Klima-Risikokarten; Technischer Report, Bayrische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft; Freising, Dezember 2009



Weiterführende Informationen


Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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